Long-Tail-Marketing

27. August 2008 | Von Tino Kreßner | Kategorie: Marketing 2.0

Die Theorie des „Long-Tail“ wurde von Chris Anderson, dem US-amerikanischen Journalisten und Chefredakteur des „Wired Magazine“, im Jahr 2004 durch die Veröffentlichung des Buches „The Long Tail“ begründet. Anderson sagt, dass man durch das Internet auch mit sogenannten Ladenhütern und Nischenprodukten Geld verdienen kann. Auf dem globalen Marktplatz im Internet sind nahezu alle Interessen der Menschheit vertreten. Ein Produkt, das zum Beispiel in jeder Stadt Deutschlands nur einen potentiellen Kunden hat, würde wohl in keinem Ladengeschäft geführt werden. Geschweige denn würde dies profitabel sein, wenn nur derartige Produkte angeboten werden. Im Internet ist das anders. Allein in Deutschland hätte das Produkt 12.244 potentielle Käufer. Durch Suchmaschinen kann dabei jedes Produkt in den vordersten Ladenregalen stehen. Ein Interessent eines Johannes von Buttlar-Buches wird hier ebenso fündig, wie ein „Harry Potter“-Fan. Auch wenn Letzteres einen viel höheren Absatz erzielen wird, gibt es für den Anbieter keinen Grund das Buttlar-Buch aus dem Sortiment zu nehmen. Der Platz in seinem Ladengeschäft ist unbegrenzt. Durch die zukünftige On-Demand-Produktion werden zusätzlich auch noch weitere Lagerkosten wegfallen. Die Bezeichnung „Long Tail“ erhält diese Theorie durch die Form eines langen Rattenschwanzes, bei der Anzahl der Verkäufe der Produkte.

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