Samuel Phillips Huntington

27. August 2008 | Von Tino Kreßner | Kategorie: Portraits

Samuel Phillips Huntingten ist ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Berater des US-Außenministeriums. Er lehrt am Institut for Strategic Studies der Harvard-Universität in Cambridge. Zwischen 1977 und 1978 arbeitete als Koordinator für die nationale Sicherheit im Weißen Haus. Er ist Gründer und war sieben Jahre Co-Autor des Magazins „Foreign Policy“.

1993 veröffentlicht Huntington in dem Magazin „Foreign Affairs“ einen Essay mit dem Titel „The Clash of Civilizations?“ und geht der Frage nach, ob es nach Beendigung des Kalten Krieges ein neues Paradigma der Weltpolitik und der internationalen Beziehungen gibt. Er behauptet, dass im 21. Jahrhundert der Staatenkonflikt, Imperialismus und der Kampf für Ideologien durch einen Kampf der Kulturen verdrängt wird. Zu dieser Zeit rief ein Kollege Francis Fukuyama das „Ende der Geschichte“ aus und proklamierte den unblutigen Sieg von Marktwirtschaft und Liberalismus über den Kommunismus. Huntington nutzte das große Medienecho und strich das Fragezeichen hinter dem Titel auf seinen 1996 erschienen Buch, dass ihn zu einem der meistzitierten Sachbuchautoren weltweit machte.

Mitte der Neunziger wurden seine düsteren Ansätze noch argumentativ bestritten, doch acht Jahre nach dem Erscheinen seines Essays schienen sich diese mit der Terrorattacke auf das Word Trade Center zumindest faktisch in der medialen Wahrnehmung durchzusetzen.

Informationen zum Kampf der Kulturen

Interview mit Samuel Phillips Huntington bei „Charlie Rose“:

Link: www.gov.harvard.edu/faculty/shuntington

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